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bingenheimerried
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Excursion der NABU Ortsgruppe Münster zum Naturschutzgebiet
"Bingenheimer Ried" am 10.04.2009.



Die Excursion startete frühmorgens noch vor dem ersten Hahnenschrei in Richtung Wetterau. Das Ziel, das Bingenheimer Ried zwischen Taunus und Vogelsberg in der östlichen Wetterau, wurde nach ca. 65 km Fahrt noch vor Sonnenaufgang erreicht.

Eingebettet in ein von Auelehm überzogenes Niedermoorgebiet lag es vor uns mit der gesamten Palette der Vogelarten, die Feuchtgebiete bevorzugen. Das Bingenheimer Ried ist eines der landesweit bedeutendsten Refugien seltener Tierarten und zugleich eines der Kernstücke im Landschaftsschutzgebiet "Auenverbund Wetterau".

Hessenweit ist es das bedeutendste Sumpf- und Feuchtwiesengebiet und bietet zahlreichen Vogelarten optimale Lebensbedingungen. Die großräumige offene Lage, die freien Wasserflächen sowie die hohe Bodenfeuchte bieten meist unter Schutz stehenden Arten (wie Rohrweihe, Großer Brachvogel, Uferschnepfe, Graugans oder Löffelente) ein ideales Brutgebiet. Seit 1981 brütet hier nahezu alljährlich die Spießente, die in Hessen seit 1883 als ausgestorben galt.

Durch das Aufstellen von mehreren Horstanlagen durch die NABU-Gruppe Bingenheim konnten zahlreiche Weißstörche angesiedelt werden. In den offenen Flachwasserbereichen verweilen zumeist Entenarten wie die Spieß-, Pfeif-, Krick-, Knäk, Reiher-, Schnatter- und Löffelente. Watvögel wie Kampfläufer, Rot- und Grünschenkel, Alpenstrandläufer und Bruchwasserläufer rasten zeitweise im Bingenheimer Ried.

Als hätten sie auf unseren Besuch gewartet waren nahezu sämtliche hier vorkommende Arten präsent und posierten vor unseren Leicas. Eine besondere Freude bereiteten uns mehrere Blaukehlchen, die uns neugierig aus den Schilfgebieten beäugten. Die Zeit verging wie im Fluge und die Heimreise musste wieder angetreten werden. Das Wetter hätte an diesem Tag nicht besser sein können.