










Der Gemeindewald Münster liegt im Wesentlichen westlich der B 45 und hat eine Fläche von 550 ha. Die Baumarten Kiefer (55 %)
und Buche (34 %) dominieren diesen Waldbereich. Wenig verbreitet sind die Baumarten Fichte, Eiche und Erle.
Nach den Zielsetzungen der Forsteinrichtung soll sich der Gemeindewald langfristig zu einem Laubmischwald mit den Hauptbaumarten
Eiche und Buche entwickeln.
Der Münsterer Gemeindewald wird nachhaltig bewirtschaftet. Dies wird regelmäßig durch unabhängige Institute nach den Kriterien
der PEFC und FSC zertifiziert. Dies ist aus naturschutzfachlicher Sicht vorbildlich.
Aus der Sicht des Naturschutzes sind zudem Waldbereiche die nicht bewirtschaftet werden notwendig. Dort sollen sich naturnahe Wälder
zu Urwäldern entwickeln können. Denn nur in Urwäldern können die Bäume ihr biologisches Höchstalter erreichen, langsam absterben und zerfallen.
Diese "Zerfallsphase", die im Wirtschaftswald nicht vorkommt, bietet vielen Lebewesen - die das Holz langsam zersetzen, Nahrung. Urwälder
sind aus diesem Grund besonders artenreich.
Die Gemeinde Münster hat im Jahr 2007 einen 10 ha großen, zeitweise überfluteten Erlenwald aus der forstwirtschaftlichen Nutzung genommen.
Dieser Waldbereich soll sich in den kommenden Jahrzehnten vom Wirtschaftswald zum Urwald entwickeln. Es wurde ein Rundwanderweg um
den "Urwald am Erlenbach" angelegt. Drei Infotafeln und ein Flyer geben weitere Hinweise.
Der NABU-Münster würde langfristig gerne ein weiteres Projekt umsetzen. In der Waldabteilung 48 - in der Nachbarschaft zum "Urwald am Erlenbach" -
befindet sich der älteste Buchenbestand (140-jährig) des Gemeindewaldes. Hier könnte auf kleiner Fläche ein weiterer "Urwald entstehen.