


Die NABU Ortsgruppe Münster, hier Rudi Heckwolf und Hans Ulrich inspizieren das Insektenhotel im Naturschutzgebiet
"Auf dem Sand" das vor einigen Jahren von ihnen dort errichtet worden ist. Jetzt kann der neue Jahreszyklus für die
zahlreichen Gäste wieder beginnen.
Das 2,5 mal 1,5 Meter große Hotel bietet Brut- und Unterschlupfmöglichkeiten für zahlreiche unterschiedliche Arten.
Die Hoteletagen bestehen aus angebohrten Holzstücken, aus Schilf, Holunderzweigen oder auch aus Ziegeln, entsprechend
den Vorlieben der Insekten in der freien Natur. Es kommt darauf an, dass sogenannte Brutröhren entstehen. Dazu lassen sich
Holunderzweige oder auch Schilf bündeln oder Hölzer anbohren und Steine mit Schlitzen oder kleinen Hohlräumen anbieten,
um den wildlebenden Bienen, Hummeln oder Wespen das Leben zu erleichtern.
Die weiblichen Insekten legen in die Hohlräume ihre Eier und verschließen die Röhren, in die sie für die schlüpfenden Larven noch Nektar,
Blütenstaub oder ein getötetes Insekt hinterlassen wieder sorgfältig mit Lehm oder Harz. Wo das Einschlupfloch geschlossen ist steckt Leben dahinter.
Der größte Teil der Insekten sind keine Plagegeister, sondern "nützliche" Artgenossen. Als Hotelgäste sind besonders hervorzuheben
zahlreiche Schmetterlingsarten, wie der Admiral, der Aurorafalter oder der "Kleine Fuchs" bzw. die unterschiedlichen Bienenarten wie
Mauer- Sand- und Seidenbienen oder auch die zahlreichen Wespen- und Hornissenarten.
Eine solche Hotelanlage ist durchaus auch für den privaten Garten zu empfehlen, ggf. auch etwas kleiner dimensioniert.