

Die Skudden sind eine Landschafrasse, die bereits vor über 4000 Jahren für Kleiderrohstoffe sorgten. Wollfasern der Skuddenwolle
fand man in alten Grabstätten. Vermutlich aus Schleswig Holstein stammend, verbreiteten sich die Skudden schnell über den gesamten
nordeuropäischen Kontinent, von den Shetland-Inseln bis weit ins Baltikum. Der direkte genetische Vorfahre der Skudde ist vermutlich das Muflon.
Die Skudde gehört, wie die Heidschnucke, zur Gruppe der kurzschwänzigen nordischen Heideschafe. Sie wurde auch Masurenschaf, Bauernschaf, Kosse
oder eben zumeist Skudde genannt.
Die Vitalität dieser Schafe ist einmalig. Sie sind robust und relativ widerstandfähig gegen Parasiten und Krankheiten, auch die der Klauen.
Die Schafe sind handzahm, aber sie sind sehr selbstständig, sind kaum krankheitsanfällig, benötigen fast nie eine Geburtshilfe.
Bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts konnten sich Skudden in vielen ärmeren ländlichen Gegenden anderen Schafrassen gegenüber behaupteten.
Erst durch die Intesivzucht auf Schlichtwolligkeit oder Fleischmasse nahm der Bestand drastisch ab. Anfang der 80er Jahre nahm man weltweit
einen Bestand an Skudden von nur 200 Stück an. Sie zählten zu den sehr stark gefährdeten Haustierarten, die am Aussterben bedroht waren.
Die akute Gefahr scheint nunmehr gebannt, denn man rechnet zur Zeit ungefähr mit 2500 Tieren in Deutschland.
Die Skudde zeichnet sich durch folgende Leistungsmerkmale aus:
-Vitalität, Robustheit, Anspruchslosigkeit
-Fruchtbarkeit, hohes Aufzuchtergebnis
-spinnfähige Wolle, dekoratives Fell
-empfiehlt sich zur Landschaftspflege
-Standorttreue
